Im Rahmen der Tage der Architektur haben wir gemeinsam mit den hiesigen Programmkinos, dem Kulturamt Wiesbaden, dem TDA. 26 und der ev. Kreuzkirche Wiesbaden ein spannendes Programm rund um das Thema Architektur zusammengestellt. Vom 22. bis 28. Juni präsentieren wir in der Reihe Wiesbadener | Architektur | Film | Tagen aktuelle Filme zum Thema MENSCH, RAUM, MOBILITÄT: GLÜCK?
FÖRDERER sind:
VOLA, GIRA, BALSAN, HENNEVELD OFFICE-wiesbaden, BDA-wiesbaden und Hessen, Vermessungsbüro Frommelt, Architekturbüro Zaeske Architekten BDA
KOOPERATIONEN sind:
Caligari FilmBühne, Kulturamt Wiesbaden, Murnau Filmtheater, DFF (deutsches filmmuseum/filminstitut), ADFC, ev.kreuzkirche-wiesbaden, mies-magazin-wien,
PROGRAMM | WIESBADENER | ARCHITEKTUR | FILM | TAGE | 2026
MONTAG KOMMEN DIE FENSTER
Montag, 22.06.2026 I 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne
ARCHITEKTUR DES GLÜCKS
Dienstag, 23.06.2026 I 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne
EIN BLONDER TRAUM
Mittwoch, 24.06.2025 I 18:30 Uhr
Murnau Filmtheater
27 STOREYS, ALTERLA FOREVER
Donnerstag, 25.06.2026 I 20:00 Uhr
Kreuzkirche Wiesbaden
CYCLING CITIES
Freitag, 26.06.2026 I 20:15 Uhr
Murnau Filmtheater
7 KAPELLEN
Samstag, 27.06.2026 I 20:00 Uhr
Murnau Filmtheater
KOYAANISQATSI OV
Sonntag, 28.06.2026 | 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne
MONTAG KOMMEN DIE FENSTER
Montag, 22.06.2026 | 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne
D 2006, 92 Min., FSK: ab 12
Regie: Ulrich Koehler
Buch: Ulrich Koehler
Kamera: Patrick Orth
Im Caligari sowie im Murnau Filmtheater zeigen wir eine Reihe von Filmen mit dem Schwerpunkt Mensch, Raum, Mobilität in Kooperation mit dem WAZ – Wiesbadener Architekturzentrum. Den Auftakt macht der zweite Langfilm von Ulrich Köhler, in dem er die Schwierigkeiten der Generation 30 plus beschreibt, sich im Familienleben einzurichten. Das Modell Kleinfamilie erweist sich bei Köhler als einengendes Korsett, dem sich eine Frau und Mutter entzieht. Sie begibt sich auf eine ziellose Reise, in der sie noch einmal die Freiheit erlebt, die sie in der Familie verloren zu haben glaubt.
Köhler findet starke Bilder, die das Vertraute und Alltägliche bedrohlich erscheinen lassen.
DFF, WAZ mit Unterstützung von VOLA, GIRA, BDA Wiesbaden, Vermessungsbüro Frommelt GmbH
ARCHITEKTUR DES GLÜCKS OMU
Dienstag, 23.06.2026 | 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne
D/CH 2025, 83 Min., FSK: ab 0
Regie: Anton von Bredow, Michele Cirigliano
Buch: Michele Cirigliano, Anton von Bredow
Kamera: Jonas Jäggy, Aurelio Buchwalder
Musik: Friederike Bernhardt
Nicht etwa in Monte Carlo, sondern in Campione d’Italia, einer kleinen italienischen Enklave am Lago die Lugano, befindet sich das größte Casino Europas, das zudem größter, um nicht zu sagen einziger Arbeitgeber der Bewohner*innen des kleinen Dorfes ist. Über ein Jahrhundert leben die Menschen im Schatten ihres Casinos. Der Ort zog enormen Reichtum aus dem Glücksspiel, geriet jedoch gleichzeitig in eine gefährliche Abhängigkeit. Mit dem plötzlichen Konkurs des Casinos stürzte Campione in eine existentielle Krise. Doch was passiert, wenn das Glück ausbleibt?
Die Regisseure Michele Cirigliano und Anton von Bredow erzählen in ihrem feinfühligen Film die Geschichte eines Dorfes, das nicht aufgibt. Im Zentrum steht das monumentale Bauwerk des Stararchitekten Mario Botta – Sinnbild für vergangene Träume und künftige Chancen. ARCHITEKTUR DES GLÜCKS ist ein optimistisches Porträt über Gemeinschaft, Wandel und die Suche nach neuer Identität.
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und WAZ – Wiesbadener Architekturzentrum mit Unterstützung von VOLA, GIRA, BDA Wiesbaden, Vermessungsbüro Frommelt GmbH
EIN BLONDER TRAUM
Sonntag, 07.06.2026 I 16:30 Uhr
Mittwoch, 24.06.2025 I 18:30 Uhr
Murnau Filmtheater
Regie: Paul Martin, DE 1932, 96 min, DCP, DF, FSK: ungeprüft, mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willi Forst
Am 24.6. mit Einführung von Restauratorin Miranda Reason, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
In der musikalischen Komödie Ein blonder Traum fahren die Fensterputzer in großer Kolonne singend auf ihren Fahrrädern durch Berlin. Wir sehen und hören die STADT Berlin , das ALTE STADT Berlin, die URBANITÄT der zwanziger bzw. dreißiger Jahre, bevor es in 1945 zerstört wurde. Das Rad ist hier ein Symbol der modernen, urbanen Welt in Bewegung, ein Stück Freiheit. Anfang der 1930er Jahre sind Autos für die meisten Menschen unerschwinglich, der öffentliche Nahverkehr nicht überall ausgebaut oder ebenfalls zu teuer, und so wird das Rad, das bevorzugte, weil kostengünstige Vehikel. Fahradwege gab es noch nicht und bis heute mangelnd es immer noch an ausreichenden. Durch die Industrialisierung seit dem späten 19. Jahrhundert und die Massenproduktion war es für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich geworden. Auch die Wirtschaftskrise ändert daran nichts. Das Fahrrad ist zu einem Teil der Alltagskultur geworden – jedes dritte Fahrrad weltweit ist damals in Deutschland unterwegs.
Die Auswirkungen einer desaströsen wirtschaftlichen Situation mit sechs Millionen Arbeitslosen zum Ende der Weimarer Republik brachten so genannte „Depressions-Musicals“ wie Die drei von der Tankstelle und Ein blonder Traum hervor. Die eskapistischen Geschichten waren an den Kinokassen kommerziell erfolgreich und ließen die deutsche Bevölkerung ihre Alltagssorgen für einen kurzen Moment vergessen.
Ein blonder Traum wurde im Jahr 2022 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in 2K digital restauriert.
27 STOREYS, ALTERLA FOREVER
Donnerstag, 25.06.2026 | 20:00 Uhr
Kreuzkirche Wiesbaden
Von dem größten sozialen Wohnpark Österreichs, namens Alterlaa, und seinem einstigen Glücksversprechen an seine Bewohner*innen handelt der humorvolle Debüt-Dokumentarfilm 27 STOREYS von Bianca Gleissinger. „Wohnen wie die Reichen für alle“ war 1970 die utopische Prämisse des Architekten mit dem klangvollen Namen Harry Glück. Aber was ist von jenem Pioniergeist übriggeblieben? Die Regisseurin, selbst dort aufgewachsen, begegnet seinen verschrobenen wie liebenswürdigen Bewohner*innen – im Schießverein, am Pool auf dem Dach oder auf dem Balkon – und gewährt tiefe Einblicke in ein soziales Biotop.
Gleissinger taucht im Film immer wieder selbst auf, begibt sich ironisch und zugleich eindringlich in eine Beziehung zu einem Ort ihrer Vergangenheit, der ihr fremd geworden schien. Dieser Film ist eine witzige, sehr persönliche Annäherung an einen obskuren Ort und zugleich eine Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln.
Außerdem zu sehen bzw. als preview präsentiert wird auch die Fotoausstellung der Frankfurter Fotografin LISA FARKAS mit dem Titel “licht hält stand.
CYCLING CITIES
Freitag, 26.06.2026 I 20:15 Uhr
Murnau Filmtheater
DE 2025, 84 min, digital, DF,
FSK: beantragt,
Regie Ingwar Perowanowitsch
CYCLING CITIES ist der erste Dokumentarfilm des Regisseurs Ingwar Perowanowitsch. Es geht um die schönsten Fahrradstädte Europas und was wir in Deutschland von diesen Städten lernen können. Dafür ist Perowanowitsch im Mai 2025 mit Kamera und Fahrrad von Freiburg aufgebrochen und zwei Monate lang quer durch Europa gefahren und hat dabei die Städte Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen besucht. Er wollte herausfinden, was diese Städte so lebenswert macht, was eine fahrradgerechte Stadt ausmacht und welche Voraussetzungen es braucht, um die Verkehrswende und den nachhaltigen Stadtumbau voranzutreiben.
Gleichzeitig ist CYCLING CITIES auch ein Reisefilm, der zeigt, wie vielseitig das Fahrrad einsetzbar ist und welche Freiheit damit einhergeht.
Einführung: Helmut Boerdner, WAZ - Wiesbadener Architekturzentrum
7 KAPELLEN
Samstag, 27.06.2026 I 20:00 Uhr
Murnau Filmtheater
DE 2023, 87 min, DCP, DF, FSK: beantragt
Regie: Orla Connolly & Jens Weber
Wiesbadener Erstaufführung: Der Architekturfotograf Jens Weber und die Porträtfotografin Orla Connolly haben sich mit dem Komponisten Wolfram Oettl zusammengetan, um einen nicht-narrativen Dokumentarfilm zu drehen – eine Kontemplation über Architektur. Sieben Architekten, Frank Lattke, Staab Architekten, Alen Jasarevic, Christoph Mäckler, Hans Engel, Wilhelm Huber und John Pawson wurden von der Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung beauftragt, sieben Kapellen entlang der Radwege im schwäbischen Donautal zu bauen.
Dieser Film ist eine akribische visuelle Studie dieser Kapellen. Eine Beobachtung der inneren Qualitäten der Architektur und der Reaktionen der Menschen und der umgebenden Natur auf die Bauwerke. Die Ästhetik des Films wird durch die präzise Komposition der einzelnen Bilder bestimmt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Architektur und erlaubt die passive Beobachtung von zeitweiligen, zufälligen Interaktionen zwischen Menschen, Natur und Bauwerk. Oft werden die Komplexität des menschlichen Denkens und Mikroereignisse beobachtet - wenn Menschen zwischen profanen Gedanken, in denen sie versuchen die Materialität und den Bau zu verstehen und flüchtigen, existenziellen Momenten, hin und her springen. Diese Momente - banal, unterschwellig, spirituell und sogar manchmal komisch - werden durch die Begleitung der minimalistischen, meditativen Musik aufgewertet, erhalten Gravität und erscheinen sogar surreal. Die Musik wurde von Wolfram Oettl komponiert und auf einem Fortepiano gespielt, das speziell in der so genannten "just intonation" gestimmt wurde. Diese ganzzahligen Frequenz-Proportionen werden seit Pythagoras in der Philosophie, Theologie und Musiktheorie als Darstellung der kosmischen Harmonie eingesetzt.
Die besondere Ästhetik des Films mit langen Einstellungen in Verbindung mit der Musik zieht den Zuschauer in einen fast tranceartigen Zustand, ganz im Sinne des „Slow cinema“.
Zu Gast: Orla Connolly & Jens Weber, Regisseurin / Regisseur
Begrüßung / Moderation Helmut Boerdner, WAZ
KOYAANISQATSI OV
Sonntag, 28.06.2026 | 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne
USA 1982, 86 Min., FSK: ab 6
Regie: Godfrey Reggio
Buch: Godfrey Reggio, Ron Fricke, Godfrey Reggio, Michael Hoenig, Alton Walpole
Kamera: Ron Fricke
Musik: Philip Glass
Regisseur Godfrey Reggio kreierte mit KOYAANISQATSI ein faszinierendes Meisterwerk, das durch seine unverwechselbare Bildsprache und die Musik von Starkomponist Philip Glass ein Publikumsliebling wurde. Eine außergewöhnliche Dokumentation über den Eingriff des Menschen in die Natur – verpackt in ein einzigartiges Zusammenspiel von Bild und Ton.
„Ohne Worte ziehen uns spektakuläre Aufnahmen von unberührter Natur und dem wuseligen Leben in der Stadt in ihren Bann. In Zeitraffern und Zeitlupen, zu denen Ausnahmekomponist Philip Glass eine unvergessliche Musik geschaffen hat, erzählen sie die Geschichte vom Aufkommen der Menschheit, von der Umgestaltung der Welt durch sie und stellen die durchaus kritische Frage nach der Zukunft einer Lebensform, die immer zahlreicher wird und zugleich immer rastloser zu werden scheint. Nicht umsonst bedeutet der Titel, der aus der Sprache der Hopi-Indianer stammt, soviel wie: Leben im Ungleichgewicht.“ filmkunstkinos.de
Kulturamt Wiesbaden – Caligari FilmBühne und WAZ - Wiesbadener Architekturzentrum mit Unterstützung von VOLA, GIRA, Vermessungsbüro Frommelt Wiesbaden, BDA Wiesbaden
Evangelische
Kreuzkirchengemeinde
Wiesbaden